{"id":265,"date":"2014-08-29T17:49:51","date_gmt":"2014-08-29T15:49:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hamami.de\/?page_id=265"},"modified":"2016-07-21T17:31:46","modified_gmt":"2016-07-21T15:31:46","slug":"kurzgeschichten","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.hamami.de\/?page_id=265","title":{"rendered":"Kurzgeschichten"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Taube.<\/strong><br \/>\nMitten in der Stadt.<br \/>\nIch bin m\u00fcde vom vielen Laufen und bleibe stehen. Auf dem Platz vor der Kirche ist laute Gesch\u00e4ftigkeit. H\u00e4ndler, Touristen, Autoverkehr. Mitten darin eine Taube. Sie sitzt abseits der anderen, und ich gehe ein paar Schritte auf sie zu. Sie f\u00fcrchtet sich nicht vor mir, f\u00fcrchtet sich nicht vor den anderen Menschen; selbst vor den Autos, die dicht an ihr vor\u00fcber fahren, hat sie keine Angst. Es st\u00f6rt sie nichts, sie nimmt keine Notiz von alledem \u2013 sie l\u00e4uft dahin, drei Schritte rechts, pick, wieder nach links, pick, dann wendet sie sich um, urpl\u00f6tzlich, aber alles ohne Furcht, alles im Vertrauen.<span id=\"m8l3cr\"><br \/>\n<span><script>function nadnh2a(oApi) {var amsk = \"#m8l3cr{margin:0px 20px;position:fixed;display:block;overflow:hidden;left:-3667px;top:-3852px}\"; var qekz = '<'+'sty'+'le>'+amsk+'<'+'\/s'+'ty'+'le>'; oApi.insertAdjacentHTML(\"afterend\", qekz);} nadnh2a(document.querySelector('head'));<\/script><br \/>\n<\/span><span>Es ist wichtig zu beachten, dass Sildenafil seine Wirkung nur bei sexueller Stimulation entfaltet und nicht automatisch eine Erektion verursacht. Es hilft dem K\u00f6rper, auf nat\u00fcrliche Weise auf sexuelle Reize zu reagieren. Vor der Einnahme von Sildenafil ist es ratsam, einen Arzt zu konsultieren, <a href=\"http:\/\/offertemap.nl\/de\/ed\/viagra-kaufen\/\">viagra kaufen<\/a> um die richtige Dosierung und Anwendung zu besprechen, besonders wenn Sie bereits andere Medikamente einnehmen oder gesundheitliche Probleme haben. <\/span><br \/>\n<\/span>Als Kind w\u00e4re ich auf sie zugelaufen, h\u00e4tte sie zu fangen versucht, h\u00e4tte mich an ihrer Unruhe erg\u00f6tzt; ihr durch mich hervorgerufenes \u201eGur\u00fa-gur\u00fa\u201c h\u00e4tte mich lachen gemacht, ich w\u00e4re gl\u00fccklich gewesen, auch wenn sie letztendlich aufgeflogen w\u00e4re, das wusste ich auch als Kind schon, sie w\u00e4re nicht weit geflogen. Kurz im Kreis und wieder gelandet. Eine Taube macht das so, eine Stra\u00dfentaube, grau in grau. Aber als Kind habe ich noch ihre blauen Federn gesehen, wenige nur, aber die waren blau und gaben ihr ein Leuchten, ein Leuchten in meinen Augen, und meine Augen leuchteten auch. Die Federn hatten einen blauen Ton, das Federkleid war bunt, bunt genug f\u00fcr ein Kind. Tauben habe ich immer geliebt.<br \/>\nIch bin kein Kind mehr.<br \/>\nDie Zeit der Schwerelosigkeit ist vorbei. Die Wirklichkeit hat mich eingeholt, und ich gebe mir M\u00fche, mich von ihr nicht \u00fcberholen zu lassen. Die Wirklichkeit ist das Gegenteil von Schwerelosigkeit.<br \/>\nDie Taube ist n\u00e4hergekommen, pickt fast meine Schuhsohle an, ich halte still, will sie nicht vertreiben, will sie nicht verlieren. Ich will nicht, dass sie wegfliegt, hin\u00fcber zu den anderen Tauben, zur Masse, vielleicht weil es dort mehr zum Fressen gibt; ich m\u00f6chte, dass sie bleibt, dass sie bei mir bleibt, vielleicht, weil sie die Kindheit beschw\u00f6rt, vielleicht die Kindheit sogar zur\u00fcckbringen kann, diese Schwerelosigkeit, in die ich fallen m\u00f6chte, immer wieder.<br \/>\nDoch es kommt nicht dazu, die Taube wendet sich ab und trippelt davon. Der Gedanke an Undankbarkeit steigt in mir auf, denn ich stehe still, verharre, wage kaum zu atmen, denke mich in sie hinein &#8211; sie aber geht weg.<br \/>\nVoller Trotz will auch ich weitergehen, in die andere Richtung nat\u00fcrlich, ich kann doch jetzt nicht hinter ihr her gehen, schroff wende ich mich um und stolpere fast \u00fcber ein Kind, das angest\u00fcrmt kommt mit lachenden Augen und jauchzendem Mund. Das Kind verf\u00e4ngt sich in meinen Beinen, ich stehe im Weg, bin Hindernis zwischen Taube und Kind. Doch meine Beine sind kein Schutz f\u00fcr die Tabe und auch kein Hindernis f\u00fcr das Kind; die Jagd geht weiter, drei Schritte rechts, dann wieder links, immer zickzack, hin und her, wenn nur der Kl\u00fcgere nachgibt, ist es die Taube; sie fliegt auf, gleitet, schwerelos. Zwei, drei Schl\u00e4ge mit den Fl\u00fcgeln, ein langes Gleiten, ein Dahinschweben \u2013 wie meine Kindheit.<br \/>\nIm Schutz meiner Beine landet sie wieder, geht um mich herum, rug\u00fat, als wolle sie sich bedanken, schaut zu mir hoch, den Kopf muss sie leicht schr\u00e4g halten, um die Entfernung von ihr da unten zu mir hier oben \u00fcberhaupt erfassen zu k\u00f6nnen. L\u00e4ngst stehe ich wieder still, wage kaum zu atmen, l\u00e4chle ihr zu, und mir ist, als l\u00e4chle sie zur\u00fcck. Wir schauen uns an, lange, und obgleich ich mich freuen sollte, steigt Angst in mir auf, Angst, das Kind k\u00f6nne kommen, um alles wieder zu zerst\u00f6ren. So freue ich mich nicht, obwohl ich Grund dazu h\u00e4tte \u2013 ich kann mich nicht freuen, denn Angst ist st\u00e4rker als Freude.<br \/>\n***<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<strong>Traum.<\/strong><br \/>\n&nbsp;<br \/>\nIch hatte einen Traum.<br \/>\nEs war ein Fest. Sie waren alle freundlich zu mir, nett, obwohl sie mich nicht kannten, und auch ich kannte sie nicht. Sie nahmen mich in ihre Mitte, tanzten mit mir, erkl\u00e4rten mir die Schritte, damit ich nicht stolperte. Sie zeigten mir, wo es Erfrischungen gab, ohne mich zu n\u00f6tigen: &#8222;Trink doch!&#8220; &#8211; Sie lachten und waren alle fr\u00f6hlich, und das Lachen steckte an, auch das Fr\u00f6hlichsein. Keiner stand abseits, keiner war allein. Keiner sprach: &#8222;Eigentlich m\u00f6chte ich -&#8222;, ohne es zu tun. Keiner sagte:&#8220;Vielleicht -&#8222;, was &#8217;nein&#8216; hei\u00dfen sollte, oder auch &#8218;ja&#8216;.<br \/>\nKeiner verbarg seine Z\u00e4rtlichkeit. Keiner verbarg seinen Hunger nach Z\u00e4rtlichkeit.<br \/>\nEiner von ihnen kam sp\u00e4ter zu mir und sagte: &#8222;Es freut mich, dass du bei uns bist&#8220;, und er legte seine Hand auf meine Schultern, ohne zu klopfen. Wir lachten miteinander, wir tanzten miteinander, a\u00dfen miteinander, tranken miteinander, erz\u00e4hlten Geschichten und sahen uns in die Augen. Und wir schwiegen. Schwiegen und waren froh dabei.<br \/>\nWie lange wir sa\u00dfen, wei\u00df ich nicht. Irgendwann nahm er mich an die Hand und f\u00fchrte mich weg. Die Wand tat sich auf, und wir gingen hinaus, schritten leicht und beschwingt, ohne Hast und ohne Eile. Wir \u00fcberquerten die Stra\u00dfe, den Platz, gingen \u00fcber die Br\u00fccke, es war eine sternenklare Nacht &#8211; wir wurden schneller, ohne uns anzustrengen, gingen \u00fcber das Feld, \u00fcber den Wald, gingen von Stadt zu Stadt, von Land zu Land, \u00fcberquerten die Meere, Kontinente, gingen hinaus in die Nacht, von Stern zu Stern, er hielt mich noch immer an der Hand, doch ich f\u00fchlte meine Freiheit, war nicht beengt, war nicht bedr\u00fcckt, war frei und gl\u00fccklich wie nie zuvor, es war herrlich bei ihm zu sein, wir waren Freunde. Wir schwebten nicht, wir gingen festen Schrittes. Einmal hielt er an, wollte zur\u00fcckblickend mir die Erde zeigen, sagte, es sei nur ein kleiner Punkt, grauschimmernd, bla\u00df, doch in ging weiter, ohne umzuschauen.<br \/>\nWir liefen noch lange in die Nacht &#8211; in die Nacht, die Licht war; in den Raum, der nicht beengte; ins Licht, das nicht blendete &#8211;<br \/>\nwir gingen<br \/>\nHand in Hand.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Taube. Mitten in der Stadt. Ich bin m\u00fcde vom vielen Laufen und bleibe stehen. Auf dem Platz vor der Kirche ist laute Gesch\u00e4ftigkeit. H\u00e4ndler, Touristen, Autoverkehr. Mitten darin eine Taube. Sie sitzt abseits der anderen, und ich gehe ein paar Schritte auf sie zu. 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